Roma Aertana Est

Die ewige Stadt und Pompeii 2016
 

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Tag 8 - 08.07.2016 / Rom ist ewig - und besondere Momente auch

Mit etwas Verspätung hier der Bericht von Tag 9!

 

Wie schon berichtet standen gestern die Ruinen von Pompeji gleich zweimal auf dem Programm.

Zuerst ging es in die Ausgrabungen der durch den Vulkanausbruch im Jahr 79 n. Chr. zerstören Stadt. Pompeji wurde ca. 600 vor Chr. auf einem Plateau über dem Mittelmeer am Fuße des Vesuvs gegründet, ca. 300 v. Chr. von den Römern besetzt und ca. 80 v. Chr. nach einem Aufstand der hiesigen Kampanier zur römischen Kolonie. Aus der einst kleinen Siedlung entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte, vor allem durch den Einfluss Roms, eine florierende Stadt mit allem was dazu gehört...Tempeln, Termen, Foren, Tavernen, Ärzten, Verwaltung usw.


62 n. Chr. wurde die Stadt durch ein schweres Erdbeben stark beschädig und unmittelbar danach wurde mit dem Wiederaufbau begonnen.


Am morgen des 24. August 79 n. Chr. bildete sich über dem Vesuv ein Kilometer hohe, schwarze Rauchsäule und es regnete unter ohrenbetäubenden Lärm Steinbrocken und glühendheiße Asche auf das Gebiet unter dem Vulkan und nach 2 Tagen war die Stadt unter einer mehreren Meter dicken Schicht aus Geröll, Lava und Asche begraben.

 

Da die Bewohner von der Katastrophe in ihrem Tagewerk absolut überrascht wurden wurde das Stadtleben quasi "eingefroren" und durch die Ausgrabungen konnte so das normale Leben der damaligen Zeit sehr gut erforscht und rekonstruiert werden.


Heute erstreckt sich das für die Archäologen relevante Gebiet über 66ha von denen 45ha freigelegt und ca. 22ha zur Besichtigung freigegeben sind.


Also machte ich mich gegen 11 Uhr auf den Weg durch die teils engen, teils großzügig angelegten Straßen und Gassen der antiken Stadt. Wie schon beschrieben ist das Leben der damaligen Bevölkerung sehr gut nachzuvollziehen, wobei der normale Bürger dieser Zeit bei den herrschenden Temperaturen (es waren so um die 35 Grad) wohl nur einen seiner Sklaven für Besorgungen vor die Tür geschickt und sich selbst in seinem Domus, Casa oder Villa aufgehalten hätte...aber so sind die verrückten Touris von heute :-)

 

Nach ca. 5,5 Stunden und 6 Liter Wasser hab ich die Besichtigung dann beendet, bin ins Hotel und nach einer Dusche gings dann wieder zurück in die antike Stadt.

Das Konzert im Anfiteatro Pompei war als Höhepunkt der Reise geplant...und ehrlich, mir fehlen die Worte um diesen Abend zu beschreiben! Das Konzert in diesem Ambiente ist das größte und unbeschreiblichste was ich jemals erlebt habe! Genau wie in Rom über 3 Stunden beste Pink Floyd- und Gilmour-Musik, allerdings durch die besondere Stimmung in dem Theater noch beeindruckender und mit keinen Worten der Welt beschreibbar...ein Abend der unvergesslich bleiben wird!!!

 

 

Da ich, anders wie in Rom, hier motorisiert bin war die Rückfahrt ins Hotel diesmal kein Problem und nach einem Bier an der Hotelbar und einem Smalltalk mit zwei Schweizern die am Donnerstag auf dem Konzert waren bin ich dann gegen halb 2 ins Bett.

Heute ist mein letzter Tag hier in Italien und an dem wird genau eines passieren, nämlich nichts!

Nachdem ich in Rom und auch gestern unzählige Kilometer gelaufen bin werde ich den Tag heute nutzen um mich ein bisschen auszuruhen und die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken zu lassen...vielleicht, aber nur ganz vielleicht, werde ich heute nachmittag noch zum Vesuv hoch fahren...aber ich denke mal eher nicht...eher noch werd ich runter ans Meer fahren und die Zeit dort verbringen. Im Moment sitz ich aber im Garten des Hotels, genieß den Schatten und das nichts tun und ich denke das wird auch noch eine Weile so bleiben bis es dann nachher irgendwann ans Koffer packen geht!

9.7.16 12:32

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