Roma Aertana Est

Die ewige Stadt und Pompeii 2016
 

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Tag 1 - 01.07.2016 / 20:30 / Rom ist ewig...und heiß und schwül

Kaum hat der Urlaub begonnen, schon ist der erste Tag vorbei.

Nach dem mich der Wecker gegen halb 7 aus dem Bett gejagt hat ging es nach einem kurzen Frühstück um 8 mit der Bahn zuerst von Scheuerfeld nach Wissen und von dort über Siegburg zum Flughafen Köln/Bonn.

Nach der Kofferaufgabe ging es dann, begleitet von Micky Krause und 10 nackten Friseusen (vor mir standen drei spätpubertierende Menschen in der Schlange die ihr Reiseziel lautstark per Box kund taten) durch die Sicherheitskontrolle. Das lief alles so reibungslos das ich irgendwie das Zeitgefühl verloren hab...jedenfalls war ich gefühlt meiner Zeit voraus und war der Meinung das ich zum Boarding muss...bis mir dann auffiel das es erst halb 12 und noch nicht halb 1 war...also hatte ich noch ein bisschen Zeit die ich mit Kaffee trinken und Musik hören vertrödelt habe.

Nach einen ruhigen Flug kam ich dann pünktlich um 15 Uhr am Flughafen Leonardo da Vinci an und nachdem ich meinen Koffer am Gepäckband erkämpft hatte ging es dann, wieder mit dem Zug, in die Stadmitte von Rom zum Bahnhof Termini, wo ich mit ungewohnten 32°, Sonne und ziemlich stickig-schwüler Luft begrüßt wurde.

Da meine Unterkunft nicht weit vom Bahnhof entfernt ist machte ich mich zu Fuß auf den Weg und nach ca. 15 Minuten hatte ich mein Ziel (für die die es genau wissen wollen) in der Via Cairoli erreicht.

Traditionell (irgendwas schottisches braucht ja der Mensch) hab ich kein Hotel sondern ein klassisches B&B gebucht. Begrüßt wurde  ich von Guiseppe und nachdem ich eingecheckt und alles wichtige geklärt hatte hab ich mich im nächsten Kiosk erstmal mit reichlich Wasser eingedeckt...ich hab das Gefühl das ich dass in den nächsten Tagen noch ganz gut gebrauchen werde...

Nachdem alles im Zimmer verstaut und ausgepackt war hab ich mich auf den Weg zum ersten und nächstgelegenen Programmpunkt gemacht. Knapp 2km von meinem B&B liegt die Kirche Santa Maria Maggiore, eine von 4 Papstbasiliken in Rom und dementsprechend ausgestattet mit mehreren Gräbern von Päpsten und anderen wichtigen Persönlichkeiten der römischen Geschichte, unter anderem ist hier der berühmte Bildhauer und Baumeister Bernini begraben (dazu in den nächsten Tagen sicherlich mehr).


 

Wenn man zu so später Stunde die Basilika besichtigt hat das den Vorteil das relativ wenige Menschen zugegen sind...der Nachteil ist das man relativ wenig Zeit hat...pünktlich um 19 Uhr wurde ich freundlich aber bestimmt gebeten die Kirche zu verlassen...da ist so ein Mönch nicht anders als jeder andere Arbeitnehmer auch...wenn Feierabend ist gibt es keine Zeit zu verlieren...aber da die Kirche ja nicht weit weg ist werde ich die nächsten Tage wohl nochmal vorbei schauen.

Der Rest des Abends ist dann schnell erzählt...nach einem schnellen Abendessen in einer Pizzeria und einer kalten Dusche lieg ich jetzt auf meinem Bett und werde, nachdem ich hier fertig bin, noch ein bisschen Fussball schauen und dann schlafen.

Morgen steht dann das Kolloseum und das Forum Romanum auf dem Programm...und davon werde ich euch dann im nächsten Teil berichten.

 

Tag 2 - 02.07.2016 / 18:30 / Nicht alles in Rom ist ewig - und helle Hosen nichts für das Forum

Hier der Bericht von Tag 2 in der ewigen Stadt.

Nach einer einigermaßen erholsamen Nacht (so ein schreiendes Kind und laute Italiener können schon ganz schön nervig sein) klingelte gegen 7 Uhr der Wecker und kurze Zeit später gings dann zum Frühstück.

Nicht das ich es vorher nicht schon gewusst hätte, aber was die erste Mahlzeit des Tages angeht können sich die Italiener wirklich ein paar Scheiben bei den Schotten abschneiden. Wird man in Schottland zum Frühstück mit Rührei, Würstchen, gebratenem Speck, Bohnen und was ich nicht noch verwöhnt begnügt sich der Italiener mit einem sogenannten Cornetto...was nicht mehr ist wie ein mit Marmelade gefülltes Croissant und ein Cappuchino, mehr gibts nicht, basta!

Naja, nützt ja nichts und so hab ich mich gegen halb 9 auf den Weg zum Kolloseum und dem Forum Romanum gemacht wo ich nach einem ca. 15 minütigem Spaziergang ankam. Dank CityPass konnte ich mich in die weniger lange Schlange anstellen und nach weiteren 10 Minuten war ich dann im inneren des ziemich beeintruckenden Bauwerks...ich bin in Fussballstadion gewesen die nicht annähernd so groß und beeindruckend waren.

 

 

Nach ca. 2,5h Stunden hatte ich alles gesehen (das Untergeschoß war für Besucher leider nicht zugänglich) und bin dann Richtung Forum Romanum und Palatino.Und hier muss ich ganz ehrlich sagen war ich historisch gesehen ein wenig überfordert. Die Ansammlung von alten Steinen, Gemäuern, Ruinen, Ausgrabungen usw sind das Erbe von ca. 1000 Jahren (oder so) römischer Geschichte.

 


Da in der Kürze der Zeit einen geschichtlichen Zusammenhang zu finden ist schier unmöglich (jeder der mit mir schon mal in einem schottischen Castle war weiß wie das gemeint ist!)...auf jeden Fall ist das schon alles ziemlich beeindruckend und wenn man es richtig machen will an einem Tag gar nicht zu schaffen (allein auf dem Palatino hätte ich mich mindestens einen ganzen Tag aufhalten können). Also hab ich mir in der Kürze der Zeit die wichtigsten Sachen angeschaut und hab zwischendurch immer mal wieder ein schattiges Plätzchen zum ausruhen und trinken gesucht...wo wir dann bei der Sache mit den hellen Hosen sind!

 

 


Da viele der Gebäude aus roten Lehmziegeln gemauert sind und die meisten davon die Jahrhunderte nicht besonders gut überstanden haben (wie sollten sonst auch die Ruinen entstanden sein!?) sind einige im Laufe der Zeit zu feinem, roten Staub zerfallen. Und dieser Staub setzt sich so ziemlich überall fest und verbindet sich mit dem nicht zu vermeidenden Schweiß (ja, auch heute war es wieder sehr sonnig und heiß zu einem rötlichen Schleier vor dem auch die Klamotten nicht verschont bleiben...meine hellbeige Hose hat zumindest ziemlich viele rötliche Flecken die ich wahrscheinlich im Leben nicht mehr rausbekomm...naja, seis drum. Auf jeden Fall hab ich nach weiteren 4 Stunden das Forum verlassen und bin dann über den Kapitol in Richtung Piazza Venezia.

 

Die Piazza wird vom Vittioriana bestimmt, einem riesigen Denkmal aus dem 19. Jahrhundert. Auch hier hab ich eine kurze Pause gemacht und nach fast 7 Stunden römischer Geschichte hat mich mein Magen daran erinnert das ein Cornetto kein schottisches Frühstück ist...es wurde also Zeit für ein spätes Mittagessen. Nach einer schnellen Pizza hab mich dann langsam wieder Richtung Kolloseum und von dort in mein B&B begeben wo ich gegen 17:30 ankam. Nach ein bisschen aklimatisieren und einer Dusche werd ich mich jetzt auf den Weg zum Abendessen und von dort in ein in der Nähe gelegenen Irish Pub begeben um das heutige Fussballspiel zu schauen.

Es gibt wohl auch einige Public Viewings hier in Rom, aber die liegen alle nicht grad in der Nähe und auf laufen oder Bus fahren hab ich ehrlich gesagt keine Lust mehr. Und da das Spiel auch in dem Pub gezeigt wird und ich mich außerdem nach ca. 5 Liter Wasser auf ein gescheites Bier freu ist das die angenehmste Variante.

Morgen steht der "Rest" (haha) der Stadt mit Panteon, Trevibrunnen, Spanische Treppe usw auf dem Programm bevor es dann morgen Abend auf das erste Konzert der Reise geht. Vom Palatino hatte man übrigens einen prima Ausblick auf den Circus Maximus wo die Bühne bereits aufgebaut war...ich glaub das wird ne richtig geile Sache morgen!!! :-)

Nachtrag (00:20): Es gab heute Abend übrigens keinen Autokorso in Rom

Tag 3 - 03.07.2016 / 18:00 / Rom hat viele Attraktionen - aber die erste richtige gibts heute Abend

Zu ungewohnt früher Stunde hier der Bericht der heutigen Tour.


Da es gestern aus bekanntem Grund ein bisschen später geworden ist hab ich mir heute den Luxus gegönnt bis 8 Uhr auszuschlafen und bin nach dem Frühstück mit der U-Bahn in Richtung Nordstadt zur Piazza di Spagna. Dort befindet sich auch die berühmte spanische Treppe, die zurzeit aber leider aufgrund Renovieungsarbeiten gesperrt ist.

 

Von dort bin ich dann am Augustusmausoleum vorbei über den Tiber zum Piazza Cavour. Dort hab ich mit Überraschung gesehen das ich ganz in der Nähe der Engelsburg war. Die hatte ich eigentlich erst am Dienstag für die Vatikantour auf dem Plan, aber da ich mal davon ausgehe das ich im Vatikan ein bisschen länger brauch fand ich es durchaus sinnvoll den Programmpunkt vorzuziehen.

 

Nach ca. 5 Minuten war ich am Ziel und bin dann direkt ins Innere der Burg. Dort gibt es außer ein paar, zum Teil sehr aufwendig geschmückten Papstgemächern, nicht viel zu sehen, allerdings hat man von der oberen Plattform eine überragende Aussicht über Rom und auf den Petersdom. Interessant ist auch das man beim Aufstieg auf die Plattform sehr gut die einzelnen Bauabschnitte, vom ursprünglichen Mausoleums des Kaisers Hadrian bis zur heutigen Burg, erkennen kann. Oben angekommen liegt einem Rom quasi zu Füßen und man ist auf Augenhöhe mit dem Petersdom.

 

Nach ein paar Fotos bin ich dann eine Etage tiefer und hab mir in dem dortigen Cafe ein kurzes Mittagessen mit grandiosem Blick auf den Vatikan genehmigt.



Anschließend ging es dann über die Engelsbrücke und einigen kleinen Gässchen zum Piazza Navona (unterwegs gab es noch in einer der besten Gelateria Roms ein Eis...und ja, das schmeckt hier wirklich besser wie bei uns).



Die Piazza Navona ist ein großer, extrem langgestreckter Platz auf dem ursprünglich ein Stadion für allerlei Belustigungen der damaligen Kaiser stand. Nach und nach wurden die Tribünen durch Häuser ersetzt und übrig blieb dann der ovalförmige Platz. In der Mitte des Platzes steht der Vier-Ströme-Brunnen von Bernini...(ja,das ist der der in der Kirche vom Freitag begraben ist!)...und jeder der Illuminati gelesen oder gesehen hat sollte der Platz und der Brunnen ein Begriff sein.


 


Von der Piazza bin ich dann, wieder durch ein Gewirr zahlreicher Gassen und Gässchen zum Pantheon. Eingezwängt im Häusermeer steht das besterhaltenste antike Monument am Rande einer kleinen Piazza. Ursprünglich ein römischer Tempel ist es seit dem 7. Jahrhundert eine Kirche und Grabstädte zahlreicher italienischer Könige und des Künstlers Raffael (von ihm wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen mehr).

 

 


 


Nach zahlreichen Fotos in und vor der Kirche gab es dann in einem angrenzenden Cafe noch einen Cappuchino und anschliessend ging es wieder durch enge, gemütliche (und vor allem schattische) Gassen vorbei an zahlreichen Restaurants und kleinen Läden zur Fontana di Trevi. Der wohl bekannteste  Brunnen Roms steht auf einem noch engeren Platz als das Pantheon und ist in seiner Größe und Pracht wirklich grandios!

 


Und da es mittlerweile später nachmittig geworden war hab ich mich dann vorbei an der Quirinale zur Piazza della Republica begeben und von dort ging es dann mit der U-Bahn zurück Richtung B&B.


Nachdem ich hier fertig bin werd ich mich dann mal so langsam fertig machen und per U-Bahn zum Circo Massimo fahren, wo dann heute Abend um 21 Uhr der erste wirkliche Höhepunkt der Reise wartet...und wer auf Facebook ist wird mit Sicherheit das ein oder andere Bild des Konzerts zu sehen bekommen! :-)

 

Nachtrag (01:30): Also ich muss schon sagen, manchmal hab ich echt gute Ideen...und das mit den Konzerten hier war eine der Besten! Das Konzert war wirklich der Hammer...3  Stunden beste Pink Floyd und Gilmour-Musik bei traumhaften Wetter und Ambiente!

 


Und eins kann man mit Sicherheit auch sagen, so ein Konzert würde es in der Form in Deutschand wohl nie oder nur in ganz selten Ausnahmen geben...ein Konzert mitten in der Stadt, bis nach 0 Uhr, mit einem Sound das auch in 60-70 Meter Entfernung der Bass noch durch und durch ging...der Hammer...das hab ich bisher auf noch keinem Konzert erlebt...einfach nur gigantisch...und von der Show und dem ganzen drumrum gar nicht zu reden, aber in Worte ist das eh nicht zu fassen!

Auf jeden Fall bin ich froh das ich das so gemacht habe und bin noch mehr auf Freitag gespannt!


Nach dem Konzert hatte ich allerdings ein kleines Problem...ich wusste nicht wie ich zum B&B kommen soll. Die U-Bahnen fuhren nicht mehr, Taxis waren Mangelware und wie die Busse fuhren konnte mir keiner so genau sagen. Also hab ich mich dann nach kurzem hin und her zu Fuß auf den Weg gemacht...das Kolloseum lag grad um die Ecke und von dort waren es dann noch knapp 15-20 Minuten. Und nach einer Dusche (als ich hier ankam war ich wieder mal durch geschwitzt, die Temperaturen liegen auch jetzt noch weit über 20° ) werd ich jetzt langsam glücklich und zufrieden ins Bett gehen...und morgen wahrscheinlich noch ein bisschen länger wie heute schlafen :-)

Tag 4 - 04.07.2016 / 23:00 / Rom ist doch ewig - zumindest im kleinen

Zu ungewöhnlich später Stunde der heutige Bericht des 4 Tages, der allerdings vergleichbar kurz ausfällt da heute der entspannste Tag der Reise war.


Wie gestern schon erwähnt habe ich mir heute ein bisschen mehr schlaf gegönnt und bin erst gegen 9 Uhr aufgestanden und nach frühstücken usw ging es dann gegen 10 per U-Bahn zur Haltestelle Flamino.


Dort ist eins der 4 Eingangstore zur Villa Borghese, einst eine Sommervilla eines Papstes aus dem 16. Jhd. mit einem weitläufigem, 5000m2 großer Park inmitten der Stadt, mit diversen Museen, Galerien, Brunnen, einem Zoo und was ein Kirchenfürst sonst noch zur Erholung so braucht (die meisten Gebäude und Einrichtungen stammen aus dieser Zeit, auch der Zoo!).



Heute dient der Park den Römern, vor allem am Wochenende, als "Naherholungsgebiet", denn zum ausspannen und abschalten ist der mit herrlichen, teils urlalten, Magnolienbäumen ausgestattete Park bestens geeignet...so auch für mich. Denn nachdem ich an den ersten 2,5 Tagen fast 40km (!) durch die Stadt gelaufen bin, meine Füße erste Blasen aufweisen und ich im Urlaub und nicht auf einer Studienfahrt bin, hab ich mir einen Tag mit weniger Lauferei und mehr Entspannung gegönnt.


Nachdem ich ein wenig im Park rumgelaufen bin, hab ich mir ein schattiges Plätzchen auf einer Bank gesucht und das süße Nichtstun genossen. Nach einem Cappuchino in einem der parkeigenen Cafe's bin ich dann ein wenig weitergeschlendert, hab mir was zu Essen besorgt und hab mich dann bis zum späten Nachmittag wieder auf einer Bank inmitten des Parkes niedergelassen.


Aber trotz allem gibt es in Rom keinen Tag ohne Programmpunkt und so bin ich dann gegen Abend auf zur Piazzale Napoleone I, oder Pincio, wie der Römer sagt.

 

Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Piazza del Popolo und hinüber zum Petersdom. Hier bin ich dann geblieben bis die Sonne hinter einem der  7 Hügeln Roms verschwunden war und hab mich dann per Bahn auf den Heimweg begeben. Und nach einer Pizza, einem überteuerten Bier (9€ für 0,4l!), einem Eis und einer Dusche werd ich mich jetzt ins Bett begeben. Morgen steht dann der Vatikan mit Petersdom, vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle auf dem Programm...und da der kluge Touri vorsorgt hab ich mir das stundenlange anstehen erspart und den Termin für den Eintritt bereits reserviert, deswegen heißt es morgen wieder früher aufstehen.


Und achja, bevor ich es vergesse...Rom ist doch ewig, wenn schon nicht im großen, im kleinen dann doch! Meine beige Hose (die mit den roten Flecken) hab ich gestern Guiseppe für die Reinigung anvertraut...und siehe da, die Flecken sind, wie zu erwarten war, noch da...so hab ich mir also ein bleibendes Andenken an die ewige Stadt bereits gesichert!

Tag 5 - 05.07.2016 / 21:00 / Rom ist ewig - und der Vatikan gigantisch

So, heute zu einer einigermaßen normalen Zeit, aber dafür von einem ungewohnten Platz, der Bericht des heutigen Tages.

Nach dem, wie gestern schon geschrieben, heute der Vatikan auf dem Programm stand bin ich anschließend noch ein bisschen ziellos durch die Gassen Roms geschlendert und jetzt auf der Piazza di Spagna gelandet. Und da ich noch keine rechte Lust hab in meine Unterkunft zu fahren sitz ich jetzt hier auf einer Bank und schreibe den heutigen Blog per Handy!

Also, wie schon gesagt standen heute die vatikanischen Museen und der Petersdom auf dem Programm. Um genügend Zeit zu haben ging um 7 Uhr der Wecker und gegen 8 hab ich mich dann auf den Weg zum Vatikan gemacht (genau genommen also eine Auslandsreise). Die Schlangen vor dem Museum sind berühmt berüchtigt und als ich gegen halb 9 ankam hatte sich wirklich schon eine mehrere hundert Meter lange Schlange vor dem Eingang gebildet! Wie aber gestern schon geschrieben hatte ich den Besuch im Vorfeld gebucht und konnte bequem ohne anzustehen bis zum Drehkreuz vorlaufen.

 

Obwohl mein Eintritt laut Eintrittskarte erst für halb 11 reserviert war (die Zeit bekommt man bei der Buchung zugeteilt) konnte ich nach einem skeptischen Blick des Kontrolleurs den Eingang passieren und stand dann erstmal ziemlich rat- und hilflos in der Eingangshalle.

Das Museum ist eines der größten weltweit und besteht aus mehreren, sehr umfangreichen, Ausstellungen...wenn man alles sehen will reicht ein Tag alleine nicht aus...und da ich heute ja noch ein bisschen mehr auf dem Programm hatte wollte ich nicht mehr Zeit wie nötig in den Museen verbringen. Also entschied ich mich für die Pinakothek, die Stanza della Segnatura (das sind 4 Säle eines ehemaligen Papstgemachs mit von Raffael gemalten Fresken an den Wänden und Decken) und die Stanza dell'Incendio di Borgo (ein ebenfalls ehemaliges Papstgemach mit Gemälden und Mosaiken). Auf dem Weg dorthin kam ich zwangsläufig durch einen Teil der anderen Ausstellungen, zum Beispiel durch das ägyptische Museum, durch diverse Galerien mit riesigen Wandteppichen, weiteren Gemälden und zahllosen Skulpturen, Statuen und was es sonst noch so gibt. Auf jeden Fall war ich nach den 3 Stunden in den Museen ziemlich erschlagen von den vielen Eindrücken...dabei hab ich vieles wirklich nur im vorbei gehen gesehen!

Der Höhepunkt der Museumstour wartet dann mit der Sixtinischen Kapelle zum Schluss...und was man dort zu sehen bekommt ist wirklich überwältigend! Die Kapelle ist ein langgestrecktes, hohes Bauwerk...in Form und Größe angelehnt an den Tempel Salomons...mit einem Deckengewölbe. Die Decke wurde von Michelangelo mit Szenen aus dem Buch Genesis gemalt...und das in einer Art die man Malen in 3D bezeichnen könnte. Die Gemälde und Fresken wirken wirklich plastisch und man hat mehr den Eindruck auf Skulpturen als auf ein bemalte Fläche zu schauen. Hinzu kommt das die Gemälde so angelegt sind das man die Wölbung der Decke nicht sieht. Die Stirnseite des Altarraums ziert ebenfalls ein Gemälde von Michelangelo und stellt das Jüngste Gericht da (für diejenigen die sich weder unter dem Gemälde der Decke noch dem im Altarraum was vorstellen können sollten das mal googlen, es lohnt sich!)


 

Zu erwähnen wäre noch das in dieser Kapelle das Konklave zur Papstwahl stattfindet (das ist die Veranstaltung mit dem schwarzen und weißen Rauch)!

Von der Kapelle geht es dann zu den Eingängen des Petersdoms. Insgesamt gibt es 5 Portale und da dieses Jahr ein heiliges Jahr ist sind auch alle 5 geöffnet...die heilige Pforte ist in den unheiligen Jahren geschlossen. Durch genau diese hab ich dann auch den Dom betreten und der erste Eindruck ist wirklich atemberaubend! Das die Kirche groß ist wusste ich ja, aber dann darin zu stehen und die Dimensionen mit eigenen Augen zu sehen ist dann was ganz anderes...nur zum Vergleich, der Kölner Dom würde flächenmäßig 4mal auf den Grundriss des Petersdoms passen!


Vorbei an Michelangelos Pieta und zahlreichen Nebenkapellen und Papstgräbern ging ich dann zum Querschiff mit der berühmten, ebenfalls von Michelangelo entworfenen, Kuppel...und das war dann der zweite überwältigende Moment. Wenn man von unten in das über 100 Meter hohe und im Durchmesser 42m breite Gewölbe schaut kommt man sich schon ziemlich klein vor! Genau unter der Kuppel und über dem (vermuteten) Petrusgrab steht der Altar unter dem von Bernini entworfenen Bronzebaldachin (auch dieser hat eine beeindruckende Höhe von über 30 Metern, wirkt aber unter der gigantischen Kuppel eher klein)!


Wieder vorbei an kunstvoll, von nahmhaften Künstlern der damaligen Zeit (viele stammen von Bernini) entworfenen Papstgräbern bin ich dann in die weniger spektakuläre Päpstegrotte und im Anschluss daran über die 532, ziemlich anstrengenden, Stufen zur Laterna (Aussichtsplattform) der Kuppel. Und wenn die bisherigen Aussichten der letzten Tage schön und eindrucksvoll waren, der Ausblick vom Petersdom ist grandios!


Von hier aus konnte ich fast alle Sehenswürdigkeiten der letzten Tage nochmal sehen...den Pincio, die Piazza Cavur, die Engelsburg, das Pantheon, die Piazza Venecia, das Kolosseum, das Forum Romanum und den Palatin. Ausserdem hat man einen herrlichen Blick auf die vatikanischen Gärten.

 

Nachdem ich die Stufen der Kuppel wieder runter gestiegen bin ging es dann auf den in seinen Ausmaßen ebenfalls gigantischen Petersplatz.


Und nach einer kurzen Rast unter dem ägyptischem Obelisken bin ich dann langsam durch die kleinen Gassen, mit einem kurzen Stop zum Abendessen, über die Piazza Navona und am Pantheon vorbei bis zum spanischen Platz geschlendert, wo ich jetzt gleich in die U-Bahn steigen und zu meiner Unterkunft fahren werde.

 

Morgen ist dann schon der letzte Tag in Rom und der wird mich auf die Via Appia Antika führen. Diese ca. 20km lange, antike Römerstraße liegt etwas außerhalb der Stadt und führt an Feldern entlang zu den Ruinen und Katakomben des antiken Roms. Diese werde ich per Fahrrad erkunden und euch morgen abend (wahrscheinlich in etwas kürzerer Form wie heute) davon berichten!

Nachtrag (23:00): Nachdem ich mit der U-Bahn meine Haltestelle erreicht und mir im Kiosk meines Vertrauens um die Ecke noch 2 Bier geholt habe hab ich den Blog nochmal überarbeitet, korrigiert und ergänzt und werde jetzt in Bett fallen.

Tag 6 - 06.07.2016 / 21:00 / Rom ist ewig - mein Urlaub leider nicht

Wie der aufmerksame Leser weiß stand am heutigen und letzten Rom-Tag die Via Appia Antica auf dem Programm.


Da der Tag wieder mehr als ein Erholungstag geplant war bin ich ein bisschen später aufgestanden und gegen 9 mit der U-Bahn zum Circo Massimo gefahren von wo dann ein Bus zur Porta San Sebastiano fahren sollte. An manchen Tagen tut er das wohl auch, genau genommen samstags und sonntags, was so aber in keinem meiner beiden Reiseführer vermerkt war. Also hieß es wieder mal ein paar Meter zu Fuß bis zur nächsten Haltestelle laufen und von dort fahren.
Aber wie so vieles im Leben hatte auch diese zuerst ziemlich blöde Sache ihren Vorteil. Denn die nächste Haltestelle lag an den Ruinen der Terme di Caracalla, ein Programmpunkt den ich eigentlich aus Zeitgründen schon von der Liste gestrichen hatte. Aber da ich nun schon mal davor stand bin ich dann auch rein.



Die Terme di Caracalla wurden ca. 200 Jahre n. Chr. von Kaiser Caracalla gebaut und sind durchaus mit einem modernen Wellnessbad vergleichbar. Der ca. 10ha große Komplex beinhaltete ein Außenbecken, mehrere unterschiedlich temperierte Innenbecken, zwei Saunen, eine Sporthalle innen und einen Sportplatz außen, Massageräume und Sonnenterrassen sowie jeweils eine griechische und eine lateinsche Bibliothek. Täglich ließen es sich hier 6000 - 8000 Römer gut gehen während in den 9,5km langen unterirdischen Tunneln hunderte Sklaven dafür sorgten das die Anlagen und Einrichtungen einwandfrei funktionierten.

 

 

Die Terme wurde bis Mitte des 6. Jahrhunderts genutzt bevor bei einer Belagerung Roms die Wasserversorgung (die Becken hatten insgesamt ein Fassungsvermögen von ca. 10.000m3) durch die Zerstörung der Aquädukte gekappt wurde.

Heute werden während der Sommermonate in den Ruinen Opern und sonstige Konzerte aufgeführt, so tritt übernächstes Wochenende z.B. Neil Young auf...eigentlich ein Grund grad nochmal hier her zu fliegen :-)



Nachdem ich die Besichtigung beendet hatte bin ich dann zur hiesigen Bushaltestelle und nach knapp 20 Minuten kam dann auch der Bus zur Porta San Sebastiano. Dort angekommen hab ich mir dann wie gestern schon geschrieben ein Fahrrad geliehen und  mich auf den Weg über die "Königin der Straßen"(wie sie von den alten Römern genannt wurde) gemacht.
Die ersten 90km der Straße wurden ca. 300 Jahre v. Chr. angelegt und bis ca. 200 Jahre v. Chr. bis zum 540km entfernten Brindisi an der Adriaküste ausgebaut. Da mir das aber für heute ein bisschen zu weit war hab mich mit den ersten 20km zufrieden gegeben.Auf dem ersten Stück war der Straßenverkehr noch ziemlich heftig, aber nach knapp 2km war die Straße dann für Autos gesperrt und ab da war die Strecke wirklich ein Genuß.
Vorbei an der Kirche "Domine Quo Vadis?" ging es dann zur "Basilica & Catacombe di San Sebastiano" wo ich angehalten und mir einen Teil der besterhaltesten Katakomben Roms angeschaut habe. Die Katakomben verlaufen auf 3 unterirdischen Ebenen mit einer Gesamtlänge von über 12km und bargen einst über 65.000  Einzelgräber. Außerdem liegt  hier der heilige Sebastian begraben und die Geschichte sagt das die Gebeine von Petrus und Paulus zum Schutz vor den Römern von den frühen Christen aus Rom hierher gebracht und zwischengelagert wurden.



Von hier ging es dann weiter, zum Teil über Kopfsteinpflaster, zum Teil aber auch über original erhaltene Abschnitte der alten Römerstraße, vorbei an Feldern und zahlreichen Ruinen einstiger Kaiserpaläste und Villen. Und auch heute noch zählt dieses Gebiet zu den besten Wohngegenden Roms (und wohl auch zu den teuersten, den von den eigentlichen Villen hab ich fast nichts gesehen, die sind hinter langen Zufahrtsstraßen und Parkanlagen versteckt) was aber auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt das man sich hier keine 5km außerhalb der hektischen und lauten Stadt befindet und das Gefühl hat irgendwo ruhig und abgeschieden auf dem Land zu wohnen.



Nach ca. 4 Stunden hatte ich dann die knapp 40km hinter mir und bin dann wieder mit dem Bus und der U-Bahn in mein B&B gefahren.
Hier werde ich jetzt duschen, packen und dann noch was essen gehen bevor es dann morgen mit dem Auto nach Gragnano an den Fuss des Vesuvs geht.

Tag 7 - 07.07.2016 / 23:50 / Rom ist ewig - und ich jetzt in Pompeii

So, aufgrund der Uhrzeit gibt es heute nur einen kurzen Bericht!.

 

Da es heute von Rom nach Pompeii ging klingelte der Wecker bereits um halb 7 und da ich gestern schon den Koffer weitestgehend gepackt hatte hab ich mich gegen halb 8 nach dem ersten auschecken auf den Weg zur U-Bahn gemacht. Am Bahnsteig viel mir dann auf das ich den Zimmerschlüssel noch in der Tasche hatte...also noch mal zurück, das zweite mal ausgecheckt und ab zum Bahnhof..

Dort hab ich dann meinen Mietwagen abgeholt und los gings vorbei am Kolosseum und Forum Romanum, wo sich bereits die verrückten Touris in brütender Hitze tummelten um sich alte Steine und kaputte Gebäude anzuschauen, Richtung Westen nach Ostia..

Der Straßenverkehr in Rom ist übrigens gar nicht so schlimm...jeder fährt wie er will und wenn man sich dem anpasst kommt man ganz gut durch...ob ein, -zwei oder dreispurig, meistens fahren eh immer mehr Autos nebeneinander und wenn man dann noch eifrig hupt wird man als vollwertiges Mitglied des Straßenverkehrs akzeptiert und man hat keine Probleme...das gilt übrigens auch für den Rest Italiens ..

Nach 12km und 45 Minuten lag die Stadt dann hinter mir und nach weiteren 45 Minuten hatte ich dann Ostia erreicht. Von hier ging es dann entlang am Mittelmeer Richtung Süden vorbei an Anzio, Gaeta, Pizzuoli, Neapel und dem Vesuv bis nach Pompeii..

Mein Hotel liegt in Grangano und ist ein wenig luxuriöser als meine kleine aber sehr feine Unterkunft in Rom.

 

 

Morgen steht dann gleich zweimal Pompeii auf dem Programm...zuerst die Ruinen der durch den Vesuvausbruch zerstören Stadt und morgen abend dann der eigentliche Höhepunkt der Reise, das zweite Gilmour - Konzert im Anfiteatro Scavi di Pompei..

Und achja, Fußball hab ich auch noch geschaut, aber dazu schreib ich mal lieber nichts...

Tag 8 - 08.07.2016 / Rom ist ewig - und besondere Momente auch

Mit etwas Verspätung hier der Bericht von Tag 9!

 

Wie schon berichtet standen gestern die Ruinen von Pompeji gleich zweimal auf dem Programm.

Zuerst ging es in die Ausgrabungen der durch den Vulkanausbruch im Jahr 79 n. Chr. zerstören Stadt. Pompeji wurde ca. 600 vor Chr. auf einem Plateau über dem Mittelmeer am Fuße des Vesuvs gegründet, ca. 300 v. Chr. von den Römern besetzt und ca. 80 v. Chr. nach einem Aufstand der hiesigen Kampanier zur römischen Kolonie. Aus der einst kleinen Siedlung entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte, vor allem durch den Einfluss Roms, eine florierende Stadt mit allem was dazu gehört...Tempeln, Termen, Foren, Tavernen, Ärzten, Verwaltung usw.


62 n. Chr. wurde die Stadt durch ein schweres Erdbeben stark beschädig und unmittelbar danach wurde mit dem Wiederaufbau begonnen.


Am morgen des 24. August 79 n. Chr. bildete sich über dem Vesuv ein Kilometer hohe, schwarze Rauchsäule und es regnete unter ohrenbetäubenden Lärm Steinbrocken und glühendheiße Asche auf das Gebiet unter dem Vulkan und nach 2 Tagen war die Stadt unter einer mehreren Meter dicken Schicht aus Geröll, Lava und Asche begraben.

 

Da die Bewohner von der Katastrophe in ihrem Tagewerk absolut überrascht wurden wurde das Stadtleben quasi "eingefroren" und durch die Ausgrabungen konnte so das normale Leben der damaligen Zeit sehr gut erforscht und rekonstruiert werden.


Heute erstreckt sich das für die Archäologen relevante Gebiet über 66ha von denen 45ha freigelegt und ca. 22ha zur Besichtigung freigegeben sind.


Also machte ich mich gegen 11 Uhr auf den Weg durch die teils engen, teils großzügig angelegten Straßen und Gassen der antiken Stadt. Wie schon beschrieben ist das Leben der damaligen Bevölkerung sehr gut nachzuvollziehen, wobei der normale Bürger dieser Zeit bei den herrschenden Temperaturen (es waren so um die 35 Grad) wohl nur einen seiner Sklaven für Besorgungen vor die Tür geschickt und sich selbst in seinem Domus, Casa oder Villa aufgehalten hätte...aber so sind die verrückten Touris von heute :-)

 

Nach ca. 5,5 Stunden und 6 Liter Wasser hab ich die Besichtigung dann beendet, bin ins Hotel und nach einer Dusche gings dann wieder zurück in die antike Stadt.

Das Konzert im Anfiteatro Pompei war als Höhepunkt der Reise geplant...und ehrlich, mir fehlen die Worte um diesen Abend zu beschreiben! Das Konzert in diesem Ambiente ist das größte und unbeschreiblichste was ich jemals erlebt habe! Genau wie in Rom über 3 Stunden beste Pink Floyd- und Gilmour-Musik, allerdings durch die besondere Stimmung in dem Theater noch beeindruckender und mit keinen Worten der Welt beschreibbar...ein Abend der unvergesslich bleiben wird!!!

 

 

Da ich, anders wie in Rom, hier motorisiert bin war die Rückfahrt ins Hotel diesmal kein Problem und nach einem Bier an der Hotelbar und einem Smalltalk mit zwei Schweizern die am Donnerstag auf dem Konzert waren bin ich dann gegen halb 2 ins Bett.

Heute ist mein letzter Tag hier in Italien und an dem wird genau eines passieren, nämlich nichts!

Nachdem ich in Rom und auch gestern unzählige Kilometer gelaufen bin werde ich den Tag heute nutzen um mich ein bisschen auszuruhen und die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken zu lassen...vielleicht, aber nur ganz vielleicht, werde ich heute nachmittag noch zum Vesuv hoch fahren...aber ich denke mal eher nicht...eher noch werd ich runter ans Meer fahren und die Zeit dort verbringen. Im Moment sitz ich aber im Garten des Hotels, genieß den Schatten und das nichts tun und ich denke das wird auch noch eine Weile so bleiben bis es dann nachher irgendwann ans Koffer packen geht!

Tag 9 - 09.07.2016 / 20:00 / Rom ist ewig - und mein Urlaub fast vorbei

Da der Bericht von gestern ein bisschen später kam hier der Blog von heute wieder zur normalen Zeit!

 

Wie heute mittag geschrieben stand heute eigentlich nichts besonderes mehr auf dem Programm. Da es mir dann aber doch zu blöd war den Tag nur im Hotel zu verbringen hab ich mich dann doch noch ins Auto gesetzt und hab eine Runde entlang der Amalfi - Küste gedreht.

Vom Hotel aus ging es Richtung Salerno und von dort entlang über enge, sehr kurvenreichen Straßen entlang der Steilküste vorbei an Maori, Ravello und Amalfi bis kurz vor Conca de Marini. Von hier bin ich dann über die Serpentinen hoch durch Furore nach Pianollo. Ab hier ging es dann ebenfalls über Serpentinen runter nach Grangnano und von dort zurück zum Hotel.

Gerne hätte ich mir die kleinen Orte näher angeschaut, aber da diese zur Zeit touristisch total überlaufen sind war es nicht möglich irgendwo einen Parkplatz zu finden (wobei ich gestehen muss das sich meine Bemühungen auch ziemlich in Grenzen hielten). Landschaftlich hat die Gegend auf jeden Fall ihren Reiz, die Zeit der einsamen Buchten und Strände dürfte hier allerdings schon ein bisschen länger vorbei sein!

 

So bin ich dann wieder zurück ins Hotel und nach einem Cappuccino im Garten hab ich mich dann ans Koffer packen begeben. Und nachdem ich jetzt geduscht habe werde ich mal schauen wo ich noch was zu essen bekomm und dann relativ früh schlafen gehen.

Morgen geht um halb 6 der Wecker und um 10 Uhr mein Flug...und wenn nichts dazwischen kommt werde ich gegen 15 Uhr wieder zu Hause sein...das schöne Wetter und die Temperaturen hab ich ja schon mal vorgeschickt :-)

Tag 10 - 10.07.2016 / 21:30 / Rom ist ewig* - und wird es wohl auch bleiben

Und zum guten Schluss hier der Bericht des heutigen und letzten Tages...

Wie gestern schon geschrieben bin ich nach dem Abendessen (zusammen mit den beiden Schweizern) relativ früh ins Bett und heute morgen um halb 6 aufgestanden.

Nach packen und einem schnellen Espresso an der Hotelbar bin ich dann (über erfreuchlich leere Straßen) vorbei am Vesuv zum ca. 35km entfernten Flughafen, hab mein Auto abgegeben und eingecheckt. Da ich noch nichts gefrühstückt hatte hab ich mir noch schnell ein Cornetto gegönnt (genau, Croissant mit Cappuchino, man gewöhnt sich eben an alles) und pünktlich um 10 startete der Rückflug nach Köln.


Dort angekommen lief am Kofferband (ich warte immer noch darauf das irgendwann mal einer von den Deppen aufs Band springt um seinen Koffer zu finden) glücklicherweise alles so reiblunglos das ich den Zug nach Betzdorf um halb 1 erreicht hab und, nach einem Eis mit einer Mum, gegen 15 Uhr zu Hause war.

Nach Koffer auspacken usw. hab ich mich dann ans Bilder kopieren gemacht und die ersten auch schon gesichtet. Als ich mir die Bilder von letzten Samstag vom Kolloseum und Forum Romanum angeschaut habe kam mir das vor als wenn das vor 3 Wochen gewesen wäre. Ich glaube bis ich die Eindrücke der letzten 10 Tage verarbeitet hab wird es noch eine Weile dauern. Wahrscheinlich wird mir das sortieren der Bilder dabei helfen, in Summe sind es knapp 1300 (allein von den beiden Konzertern um die 250)...und damit werde ich mich dann die nächsten Tage beschäftigen.

Jetzt sitz ich hier nach dem Abendessen (es gab Pizza ), einem Glas Rotwein und einem Gläschen Grappa (nebenher laufen die mit dem Handy aufgenommenen Videos von den Konzerten...sehr geil ) und lass die letzten Tage nochmal an mir vorbei ziehen...

So sehr ich vorher (mal abgesehen von den Konzerten, auf die hab ich mich gefreut wie ein kleines Kind auf Weihnachten) bedenken hatte ob mir die Zeit  in Italien gefallen wird, so sehr hab ich die Zeit genossen und wäre allein in Rom am liebsten noch 4 Wochen länger geblieben um die Geheimnisse der 3000 Jahren alten Stadt (erste Besiedlung ca. 1000 v. Chr., Romulus kam erst 753 v. Chr.) zu erkunden. Darüber hinaus hat alles erfreulich reibungslos funktioniert, egal ob Flüge, Unterkünfte, Auto fahren (vor allem vor Rom hatte ich ein bisschen bammel), Abarbeiten der geplanten Punkte (allein den Giancolo in Rom und den Vesuv hab ich nicht geschafft)...alles hat ohne Probleme funktioniert.

Natürlich ist der Urlaub mit dem vom letzten Jahr nicht zu vergleichen...und irgendwie dann wieder doch...es war z. B. ähnlich feucht, nur kam die Feuchte letztes Jahr von oben, dieses Jahr mehr von innen. Kilometermäßig bin ich ebenfalls fast so viel zu Fuß unterwegs gewesen wie letztes Jahr (wenn ich meinem Handy glauben darf allein in Rom knapp 90km)...und auch was die gesammelten und bleibenden Eindrücke angeht ist es vergleichbar...beides auf seine Art beeindruckend! Und im Moment gehen mir noch so viele Dinge durch den Kopf die zu erwähnen und aufzuschreiben wären, aber ich denke das würde den Rahmen hier dann doch sprengen.

Die einzigen nennenswerten Unterschiede waren die Menschendichte (die Menschen die ich letztes Jahr an einem Tag gesehen hab hatte ich dieses Jahr schon vorm Frühstück) und die Temperaturen...da wäre ein Zwischending aus beiden ziemlich genial gewesen.

Aber nun gut, es war wie es war...einfach nur schön!

Und nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub...die Gedankenspiele richten sich für den nächsten wieder eher Richtung Norden...Schottland ist immer eine Option (der Plan für dieses Jahr war ja eigentlich schon fertig und liegt noch in der Schublade), obwohl mir auch so Sachen wie Island, Norwegen oder evtl. Alaska durch den Kopf gehen...aber darüber werde ich mir erst in den nächsten Monaten Gedanken machen...und euch dann zu gegebener Zeit davon berichten!

 

* Der Ausdruck "Roma Aertana Est" (Rom ist ewig) wird übrigens u.a. dem Werk "Aeneis" des römischen Dichters Vergil (70 - 19 v. Chr.) zugeschrieben. Darin prophezeit der Gott Jupiter die Ewigkeit Roms...und bisher hat er damit ja auch Recht gehabt...